Startseite
News & Aktuelles
Bilder
Publikationen
Gästebuch
Impressum
Ihr Weg zu uns
Anfahrt
     
 

Am 20. 08. 1956 erfolgt die erste feierliche Vereidigung der Angehörigen des Panzerregiments 15 bei Boxberg, das später in der Paul-Hornick-Kaserne in der Hermann-Löns-Strasse am Südeck stationiert wird.


Truppenfahne PR 15


Paul Hornick

geboren:            18. September 1898 in Forst (Lausitz)
gestorben:         08. September 1964

Paul Hornick erlernte den Beruf eines Stuckateurs. Er wurde zum Kriegsdienst wärend des ersten Weltkrieges eingezogen und verwundet. Nach seiner Verwundung desertierte er und schloss sich den revolutionären Matrosen in Wilhelmshaven an. Dort wurde er verhaftet, jedoch während der Novemberrevolution wieder befreit, 1920 während des Kapp-Putsches war er Mitglied des Vollzugsausschusses der Arbeiter. Paul Hornick kämpfte während des spanischen Bürgerkrieges auf der Seite des internationalen Brigaden. 1939-1943 verbrachte er in französischen Internierungslagern. Danach lebte er bis 1956 in der Sowjetunion. Nach seiner Rückkehr in die DDR beteiligte er sich am Aufbau des Kombinates „Schwarze Pumpe“

Der Ehrennahme wurde dem PR-15 am 07.10.1971 verliehen.

7. Panzerdivision, 7.PD Dresden

Panzerregiment 14 "Karol Swierczewski", PR-14 Spremberg
Panzerregiment 15 "Paul Hornick", PR-15 Cottbus
Panzerregiment 16 "Leo Jogiches" (Ausbbasis 6), PR-16 Großenhain
Mot.Schützenregiment 7 "Max Roscher" (BMP), MSR-7 (BMP) Marienberg
Artillerieregiment 7 "Albert Hößler", AR-7 Frankenberg
Führungsbatterie Chef Raketen/Artillerie 7, FüBttr CRA-7 Dresden
Fla-Raketenregiment 7 "Paul Rockstroh", FRR-7 Zeithain
Führungsbatterie Chef Truppenluftabwehr 7, FüBttr CTLA-7           Dresden
Geschoßwerferabteilung 7 "Ernst Schneller", GeWA-7 Frankenberg
Raketenabteilung 7 "Alfred Kurella", RA-7 Zeithain
Pionierbataillon 7 "Arthur Thiermann", PiB-7 Pirna
Instandsetzungsbataillon 7 "Gustav Schneider", IB-7 Spremberg
Bataillon Chemische Abwehr 7 "Johann Eggert", BChA-7 Pirna
Aufklärungsbataillon 7 "Ludvik Svoboda", AB-7 Dresden
Bataillon Materielle Sicherstellung 7 "Kurt Schlosser", BMS-7 Dresden
Nachrichtenbataillon 7 "Egon Dreger", NB-7 Dresden
Sanitätsbataillon 7, SanB-7 Dresden
Divisionslager 7, DL-7
Munitionslager 7, ML-7 Dresden
Treib- und Schmierstofflager 7, TSL-7 Pirna,T./Dresden
Stabskompanie 7, StK-7 Dresden
ErsR-7 ?
Wasserübungsplatz Pirna

Mit dem Befehl Nr. 54/56 des Ministers für Nationale Verteidigung, Willi Stoph, vom 21. Juni 1956 wurde die Aufstellung der 7. Panzerdivision auf Basis der Mechanisierten Bereitschaft Dresden der Kasernierten Volkspolizei in die Wege geleitet. Als verantwortlicher Offizier fungierte Oberst Werner Pilz. Am 18. August 1956, einen Tag vor dem Abschluss der Maßnahme, konnte Stoph selbst auf dem Truppenübungsplatz Nochten die neue Truppenfahne übergeben. Die 7. Panzerdivision mit Sitz der Führung in Dresden unterstand fortan dem Kommando des Militärbezirks III. Die Hauptstandorte der einzelnen Truppenteile und Einheiten außerhalb Dresdens befanden sich in Cottbus, Döbeln, Frankenberg, Großenhain, Marienberg, Pirna, Spremberg und Zeithain.

Die Panzertruppen dienten der NVA als Hauptstoßkraft der Landstreitkräfte, die entweder Kampfaufgaben selbstständig lösen oder die motorisierten Schützentruppen unterstützen sollten. Daneben fanden sie wie alle Truppenteile und Einheiten der NVA auch für Arbeitseinsätze Verwendung und unterstützten bei Bedarf die Volkspolizei.

Bei Aufstellung der 7. Panzerdivision war der Verwaltungsapparat noch nicht genau zwischen Fachdiensten sowie Truppenteilen und Einheiten getrennt. Neben dem Stabschef, den Stellvertretern des Kommandeurs für Technische Ausrüstung und Politarbeit sowie den Leitern der Dienste und Rückwärtigen Dienste befand sich auf der Führungsebene ebenfalls der Chef der Artillerie, der mit dem Artillerie- und Flakregiment wesentliche Truppenteile unter sich hatte. Die übrigen Truppenteile, die Panzerregimenter, das Motorisierte Schützenregiment, die Chemische Kompanie, das Pionierbataillon, das Panzerbataillon und die Kraftfahrschule, gehörten zum direkten Aufgabengebiet des Kommandeurs.

Bis zur Auflösung der NVA hatte sich dieses Geflecht in zwei eindeutige Teile getrennt, wobei vor allem der Chef der Artillerie seine starke Position aufgeben musste. Auf der einen Seite arbeiteten nun die Fachdienste entweder über die einzelnen Stellvertreter des Kommandeurs (der Stabschef mit den Unterabteilungen Operativ, Aufklärung, Nachrichten, Organisation/Auffüllung, Innerer Dienst, der Stellvertreter der Politarbeit, der Stellvertreter für Ausbildung, der Stellvertreter für Rückwärtige Dienste mit den Unterabteilungen Verpflegung, Treibstoffe/Schmierstoffe, Medizinischer Dienst sowie der Stellvertreter für Technik und Bewaffnung mit den Unterabteilungen Panzerdienst und Kraftfahrzeugdienst) oder direkt (Unterabteilungen Finanzökonomie, Kader) dem Divisionskommandeur zu.

Außerdem war der Stellvertreter des Kommandeurs für Technische Ausrüstung dabei spätestens am 19. Juli 1983 zum Stellvertreter des Kommandeurs für Technik und Bewaffnung umbenannt worden und hatte als weiteren Zuständigkeitsbereich neben dem Panzer- und Kraftfahrzeugdienst noch den Raketen- und Waffentechnischen Dienst vom Stellvertreter des Kommandeurs für Rückwärtige Dienste erhalten. Auf der anderen Seite unterstanden dem Kommandeur nun alle Chefs und Unterabteilungsleiter der einzelnen Truppenteile und Einheiten (Chef der Raketentruppen und Artillerie, Chef der Truppenluftabwehr, Leiter der Unterabteilung Pionierwesen, Leiter der Unterabteilung Chemischer Dienst).

Die technische Erstausrüstung setzte sich bei den Kraftfahrzeugen aus 70 Personenkraftwagen, 278 Spezialkraftfahrzeugen, 9 Traktoren, 364 Lastkraftwagen, 161 Kraftfahrzeug-Zugmaschinen und 139 Krädern, bei der Bewaffnung aus 2670 Karabiner, 1977 Maschinenpistolen, 2399 Pistolen, 123 leichten Maschinengewehren, 20 schweren Maschinengewehren, 45 Fla-Maschinengewehren, 14 45mm-Kanonen, 657mm- Kanonen, 19 76mm-Kanonen, 25 122mm-Kanonen, 13 37mm-Flak und 485mm-Flak sowie bei der Panzertechnik aus 124 mittleren Panzern, 25 Selbstfahrlafetten 76mm, 2 Schleppern, 10 Panzern JS II, 40 Schützenpanzerwagen und 58 Panzerspähwagen zusammen.

Personell war sie zunächst mit 850 Offizieren (Soll: 1150), 960 Unteroffizieren (Soll: 1687) und 3770 Soldaten (Soll: 3854) ausgestattet. Unter den Unteroffizieren und Soldaten befanden sich 554 Mitglieder und 331 Kandidaten der SED.

Historische Bedeutung gewann die 7. Panzerdivision in ihrer fast 35-jährigen Geschichte nur im Sommer 1968, als sie für die Zeit vom 27. Juli bis 18. Oktober dem Militärbezirk III ausgegliedert und dem Kommando der 20. Sowjetarmee zugeteilt wurde, um für die Zerschlagung der im Zuge des "Prager Frühlings" aufflammenden Aufstände in der CSSR zur Verfügung zu stehen. Tatsächlich kam es jedoch zu keinem Einsatz.

Militärische Aktionen beschränkten sich ansonsten auf Übungen, Kommandostabsübungen und Manöver, die öfters auch mit Truppenteilen der Armeen der Warschauer Vertragsstaaten abgehalten wurden, wie beispielsweise das Manöver WAFFENBRÜDERSCHAFT-70 vom 12.-18. Oktober 1970, die gemeinsame taktische Übung HAUPTSTOSS-78 mit der 16. Gardepanzerdivision der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD) oder die einseitig gemeinsame taktische Übung DELPHIN-81 mit dem 13. Mechanisierten-Regiment der Polnischen Volksarmee vom 10.-15. August 1981. Internationale Kontakte pflegte man außerdem durch Patenschaftsverträge mit gleichartigen Truppenteilen und Einheiten der sowjetischen 11. Gardepanzerdivision oder durch Militärdelegationen. Besuche von ausländischen Armeeangehörigen oder Vertretern größerer Organisationen kamen z.B. aus Bulgarien, der CSSR, Kuba, Nord-Korea, Polen, der Sowjetunion, Sudan oder Vietnam. Der Verteidigungsminister der CSSR machte am 5. September 1972 während der gemeinsamen zweiseitigen, mehrstufigen operativ-taktischen Übung SCHILD-72 auf dem Gefechtsstand der 7. Panzerdivision seine Aufwartung und am 6. September 1980 erschien der Minister für Nationale Verteidigung, Armeegeneral Heinz Hoffmann, zusammen mit dem Chef des Stabes der Vereinten Streitkräfte der Warschauer Vertragsstaaten, Armeegeneral Anatoli Gribkow, im Truppenlager des Panzerregiments 16. Die Kommandeure der 7. Panzerdivision nahmen auch an Militärdelegationen der DDR ins Ausland teil. So fuhr z.B. Generalmajor Werner Winter im Herbst 1969 zur Überführung der Urne des polnischen Generals Kleemann nach Warschau und Oberst Walter Müller war im Herbst 1977 Mitglied einer Reisegruppe des Ministers für Nationale Verteidigung in die CSSR.

Truppenbesuche leitender Persönlichkeiten der DDR und der NVA kamen anscheinend vor allem in den ersten Jahren der DDR vor. So begrüßte man den Ministerpräsidenten der DDR, Otto Grotewohl, und den Minister für Nationale Verteidigung, Willi Stoph, mit den Mitgliedern des Politbüros und des ZK der SED sowie Vertretern der Militärmissionen befreundeter Armeen zu einer taktischen Übung vom 22. bis 27. Oktober 1958. 1965 erschien der Staatsratsvorsitzende der DDR, Walter Ulbricht, beim Panzerregiment 15 und 1968 besuchte Generaloberst Heinz Keßler die Panzerdivision.

Am gesellschaftlich-kulturellen Leben nahm die Panzerdivision in verschiedener Hinsicht teil. Bei zahllosen Arbeitseinsätzen diente sie nicht nur der Produktionssteigerung der Industrie, sondern auch der Katastrophenhilfe und dem Aufbau kultureller Einrichtungen. So half sie z.B. 1973/74 beim Bau des Palastes der Republik in Ostberlin und 1981 bei der Anlage der Rennschlitten-Bobbahn in Altenberg-Hirschsprung. Die Kulturarbeit prägten u.a. Singgruppen und Kabaretts. Der Chor einer Fla-Selbstfahrlafetten-Batterie in Marienberg war Teil einer Fernsehübertragung zum Tag der NVA 1958. Daneben errang die Division zahlreiche Preise, wie beispielsweise 1958 den der "Besten Division" anlässlich einer Großveranstaltung der FDJ zur Berichterstattung über die Ergebnisse im Aufgebot "Junger Sozialisten" an die Delegierten des V. Parteitages im Militärbezirk III oder den 1. Platz unter den Landstreitkräften beim Nachwuchsleistungssport 1979.

Die Ereignisse der Wende 1989/90 bildeten den letzten Großeinsatz der 7. Panzerdivision. Für die Zeit der erhöhten Gefechtsbereitschaft vom 4. bis 10. Oktober 1989 wurden Teile der 7. Panzerdivision des Standorts Dresden zur Unterstützung der Volkspolizei Dresden dem Chef der Militärakademie "Friedrich Engels" unterstellt. Daneben verlegte man am 7. Oktober für einen Tag drei Hundertschaften, die aus dem Artillerieregiment 7 und der Geschosswerferabteilung 7 zusammengestellt worden waren, zunächst nach Karl-Marx-Stadt und am späteren Nachmittag nach Plauen. Beide Einsätze verliefen jedoch ruhig.

Gleichzeitig war die 7. Panzerdivision aber besonders stark von Auflösungserscheinungen betroffen. Vor allem in den grenznahen Standorten Marienberg und Frankenberg spiegelte die wachsende Zahl der Fahnenfluchten und sonstigen Straftaten die gesellschaftlichen Umwälzungen der DDR und insbesondere der NVA im Vergleich zu den übrigen Truppenteilen und Einheiten überdurchschnittlich wider.

Zum Zeitpunkt des Beitritts der DDR zur Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990 zählte die 7. Panzerdivision etwa 9000 Soldaten und Offiziere (Sollbestand Krieg: 12750, Frieden: 9139). Ihre Bewaffnung setzte sich aus 4 Startrampen Luna M, 30 Panzern T 72, 292 Panzern T 55, 150 Panzern BMP, 41 Schützenpanzerwagen, 126 Geschützen und Geschosswerfern sowie 15 Brückenlegepanzern zusammen. Die Division wurde durch den Befehl Nr. 3 des Übergangskommandeurs, Bundeswehr-Brigadegeneral Andreas Wittenberg, vom 6. März 1991 aufgelöst und anschließend bis zur vollständigen Eingliederung in die Bundeswehr durch einzelne Nachkommandos ersetzt. Der Standort Dresden mit der ehemaligen Divisionsführung ging in der Heimatschutzbrigade 37 auf, die 1995 in Panzergrenadierbrigade 37 umbenannt und der NATO unterstellt wurde. 1996 erfolgte ein weiterer, bisher letzter Namenswechsel in Jägerbrigade 37, die mittlerweile ihren Standort nach Frankenberg verlegt hat. Sie ist Teil der 13. Panzergrenadierdivision sowie Mitglied der Krisenaktionskräfte und in Teilen der Allied Mobil Forces.

Kommandeure der 7. Panzerdivision:

Brandes, Heinrich (1956-1958)
Goldbach, Joachim (1958)
Rös, Franz (1958-1960)
Goldbach, Joachim (1960-1964)
Winter, Werner (1964-1971)
Sieg, Hans (1971-1976)
Müller, Walter (1976-1979)
Möckel, Günter (1979-1985)
Listemann, Klaus (1985-1987)
Bednara, Volker (1987-1990)

Stabschefs der 7. Panzerdivision:Kuschbert, Bernhard (1956-1958)
Rohbock, Joachim (1958-1958)
Goldbach, Joachim (1959-1960)
Koch, Heinz (1960-1965)
Sieg, Hans (1965-1968)
Lautenbach, Erich (1968-1970)
Poscher, Bernhard (1970-1971)
Lautenbach, Erich (1971-1975)
Rühl, Manfred (1975-1979)
Köhler, Manfred (1979-1981)
Bogdanow, Rolf (1981-1982)
Wiegand, Klaus (ab 1982)
Weise, Gerhard (bis 1984)
Listemann, Klaus (1984-1985)
Pukrop (1985-1986)
Bednara, Volker (1986-1987)
Möckel, Eckerhardt (1987-1988)
Skiba, Klaus (1988-1990)

26.03.1991; 11:00 Uhr-- Letzter Appell im Panzerregiment 15---

Nach fast 35jähriger Geschichte, die letzten sechs Monate als Truppenteil der Bundeswehr, wird dieser Panzerverbandim Zuge der planmäßigen Truppenverminderung auf deutschen Boden zum 31.03.1991 aufgelöst.